Carillon

Turmmusik

Sonntag 18 und 20:30 Uhr

Eine ganz besondere Stimmung entsteht im Schlosshof und um das Schloss herum, wenn das Trompeten Trio und Carilloneur vom Ostturm musizieren. Das Trompetentrio Aschaffenburg und die Carilloneure Wim Ruitenbeek (18 Uhr) und Wilhelm Ritter (20:30 Uhr) spielen abwechselnd vom Schlossturm.

Das Aschaffenburger Trompetentrio – Katharina Schuhwerk, Johannes Holzapfel und Johannes Würmseer – setzt sich aus drei Profimusikern zusammen, die in Frankfurt am Main, München und Mainz studiert haben. Sie leben und wirken im Raum Aschaffenburg und haben diese Formation vor 6 Jahren gegründet.

Wilhelm Ritter am Carillon

Sonntag 20:30 Uhr

Wilhelm Ritter (geb. 1950), Stadtglockenspieler in Kassel und Aschaffenburg, spielt seit über 40 Jahren Glockenspiel. Er begann seine Studien für dieses Instrument, nach dem Musik-, Kunst- und Germanistikstudium, bei Dr. Karl-Friedrich Waack in Hannover, später an der Glockenspielschule in Ammersfoort (Niederlande). Er beendete seine Ausbildung nach weiteren fünf Jahren an der „Königlichen Glockenspielschule Jef Denijn“ in Mechelen (Belgien) mit dem Enddiplom im Jahre 2000. Neben seiner Tätigkeit in Kassel kümmert sich Ritter seit über drei Jahrzehnten auch um das Aschaffenburger Glockenspiel. Zusammen mit seiner Ehefrau Gabriele bietet er Führungen zum Carillon an. Außerdem organisiert er für die Stadt Aschaffenburg die Carillonkonzerte, die jährlich von Mai bis September jeweils am ersten Sonntag im Monat um 16 Uhr stattfinden. Als Lehrer, Komponist und Bearbeiter erweitert er ständig das Repertoire für Glockenspielmusik. Ritter ist auch als Glockensachverständiger bei der Evangelischen Kirche von Kurhessen tätig und wirkt beratend bei Renovierungen und Neueinrichtungen von Glockenspielen mit – z.B. Berlin Parochialkirche. Außer in Kassel und Aschaffenburg ist er europaweit bei zahlreichen Glockenspielfestivals und Konzerten zu hören.

Wim Ruitenbeek am Carillon

Sonntag 12:30, 16:30 und 18 Uhr

Wim Ruitenbeek (geb. 1978) hat das Carillon – Spiel von Freek Bakker, Stadtcarillonneur in Nijkerk, gelernt. Er studierte an der Niederländischen Carillon Schule mit Arie Abbenes und Bernard Winsemius. Im Jahr 2005 erhielt er seinen Master-Abschluss. Außerdem studierte er Schulmusik und genoss Orgelunterricht bei Nico Poorter und Wout van Andel. Wim Ruitenbeek arbeitete an einer Schule als Musiklehrer und er war Chorleiter.

Mittlerweile ist er hauptsächlich als Carilloneur des einzigen gläsernen Glockenspiels der Welt – im Singenden Turm in Leidsche Rijn (Utrecht) – und als Stadtcarillonneur in Harderwijk, Nijkerk, Tiel und Velsen tätig.

Toru Takao am Carillon

Samstag 12:30, 17:30 und 20:30 Uhr

Toru Takao wurde 1977 in Himeji, Japan, geboren. Er studierte Deutsche Literatur an der Universität Kwansei-Gakuin in Nishinomiya. Sein Studium schloss er im Jahr 2000 mit einem Diplom ab. Anschließend verbrachte er ein Jahr in Los Angeles und ein weiteres Jahr in Deutschland als Volontär. Hier hörte er zum ersten Mal ein Carillon und war so angetan von dem was er hörte, dass er ab 2002 Unterricht am Amersfoort Carillon Institut in den Niederlanden u.a. bei Mathieu Polak nahm. Im Jahr 2008 erhielt er ein Diplom am Konservatorium Utrecht (NL). Im selben Jahr gewann Toru Takao den 2. Preis bei einem der anspruchsvollsten Wettbewerbe, dem „Königin-Fabiola-Wettbewerb“ in Mechelen (BE). Zurzeit lebt er in Wuppertal und gibt regelmäßig Carillonkonzerte in Emmerich am Rhein, sowie in anderen Städten Deutschlands und Europas.

Carillonkonzert und -führung mit Wilhelm und Gabriela Ritter für Kinder ab 6 Jahren

Sonntag 11:15 und 11:30 Uhr

Teilnehmerkarten sind am Infostand am Haupteingang erhältlich. Die Führungen starten am Eingang Ostturm (Aufzug), die Teilnahme ist nur mit Karte möglich. Aus sicherheitstechnischen Gründen können pro Führung max. zehn Kinder teilnehmen.

Was genau ist eigentlich ein Carillon? Und: Wo ist es überhaupt? Wenn Du Dir diese Fragen auch schon einmal gestellt hast, begleite Wilhelm und Gabriela Ritter zum Aschaffenburger Carillon. Kannst Du die Stufen zählen, die der Carilloneur bis zu seinem Instrument zurücklegen muss? Neben einer kurzen Führung erklingen bekannte Kindermelodien.

Führung zum Carillon

Teilnehmerkarten werden für 2,- Euro am Infostand am Haupteingang verkauft. Die Führungen starten am Eingang Ostturm (Aufzug), die Teilnahme ist nur mit Karte möglich. Aus sicherheitstechnischen Gründen können pro Führung max. zehn Personen teilnehmen.

Das Carillon besteht aus 48 Glocken, die im Jahr 1969 von der Fa. Eijsbouts in den Niederlanden gegossen wurden. Das Instrument befindet sich im Ostturm des Schlosses Johannisburg in 62 Meter Höhe. Es besitzt 4 chromatische Oktaven, ohne das tiefe Cis. Das Aschaffenburger Carillon gilt als „leicht“, die größte seiner Glocken, die Bourdonglocke, wiegt 271 kg, die kleinste 10 kg. Das Gesamtgewicht des Instrumentes beträgt 2,175 Tonnen. Der Spieltisch befindet sich in der Turmhaube des Ostturms, darüber hängen in der Laterne sichtbar die Glocken. Der Carilloneur an der Hebelklaviatur drückt mit geschlossenen Händen die Stocktasten und mit seinen Füßen die Pedale. Er kann mehrere Tasten mit einer Hand greifen. Da ein Carillon keinerlei Dämpfer hat, klingen die Glocken, je nach Größe und Stärke des Anschlages, lang oder kurz nach. Diese Eigenschaft des Instrumentes ermöglicht viele lediglich auf Carillons erzeugbare Effekte. Darin besteht der Reiz dieses Instrumentes, der ein unverwechselbares Klangbild entstehen lässt. 36 Glocken sind auch automatisch mittels einer Computersteuerung spielbar. Das automatische Spiel wird durch die Schlossuhr ausgelöst

und ist täglich um 9.05 Uhr, 12.05 Uhr und 17.05 Uhr zu hören. Im Mai, Juni, Juli und September finden jeweils am ersten Sonntag des Monats um 16.00 Uhr einstündige Konzerte statt, zu denen Carillonneure aus dem In- und Ausland eingeladen werden. Der Schlosshof ist zu diesen Konzerten geöffnet. Wenn Wilhelm Ritter spielt, bietet er ab 15.00 Uhr zusätzlich kostenlose Führungen zum Carillon an. Das letzte Carillonkonzert des Jahres wird am 5. August im Schlosshof zu hören sein.