Konzert

Aschaffenburger Handglockenchor

Samstag 19 Uhr im Ridingersaal, Schloss Johannisburg

Der Aschaffenburger Handglockenchor wurde im Februar 1979 als erster deutscher Handglockenchor gegründet. Den acht Mitgliedern standen damals nur drei Oktaven zur Verfügung, die aber schon kurz darauf auf fünf Oktaven (C bis c4) erweitert werden konnten. Inzwischen besteht der Chor aus durchschnittlich fünfzehn aktiven Spielern. Obwohl das Ensemble aus einem Kirchenchor hervorging, gehört es – im Gegensatz zu den meisten Handglockenchören in Amerika und Europa – zu keiner Gemeinde. Deshalb steht – nicht wie üblich geistige Musik – sondern weltliche Literatur im Vordergrund. Das Repertoire reicht von Bach bis Bill Haley, von Beethoven bis zu den Beatles.

Turmmusik

Sonntag 18 und 20:30 Uhr

Eine ganz besondere Stimmung entsteht im Schlosshof und um das Schloss herum, wenn das Trompeten Trio und Carilloneur vom Ostturm musizieren. Das Trompetentrio Aschaffenburg und die Carilloneure Wim Ruitenbeek (18 Uhr) und Wilhelm Ritter (20:30 Uhr) spielen abwechselnd vom Schlossturm.

Das Aschaffenburger Trompetentrio – Katharina Schuhwerk, Johannes Holzapfel und Johannes Würmseer – setzt sich aus drei Profimusikern zusammen, die in Frankfurt am Main, München und Mainz studiert haben. Sie leben und wirken im Raum Aschaffenburg und haben diese Formation vor 6 Jahren gegründet.

Wilhelm Ritter am Carillon

Sonntag 20:30 Uhr

Wilhelm Ritter (geb. 1950), Stadtglockenspieler in Kassel und Aschaffenburg, spielt seit über 40 Jahren Glockenspiel. Er begann seine Studien für dieses Instrument, nach dem Musik-, Kunst- und Germanistikstudium, bei Dr. Karl-Friedrich Waack in Hannover, später an der Glockenspielschule in Ammersfoort (Niederlande). Er beendete seine Ausbildung nach weiteren fünf Jahren an der „Königlichen Glockenspielschule Jef Denijn“ in Mechelen (Belgien) mit dem Enddiplom im Jahre 2000. Neben seiner Tätigkeit in Kassel kümmert sich Ritter seit über drei Jahrzehnten auch um das Aschaffenburger Glockenspiel. Zusammen mit seiner Ehefrau Gabriele bietet er Führungen zum Carillon an. Außerdem organisiert er für die Stadt Aschaffenburg die Carillonkonzerte, die jährlich von Mai bis September jeweils am ersten Sonntag im Monat um 16 Uhr stattfinden. Als Lehrer, Komponist und Bearbeiter erweitert er ständig das Repertoire für Glockenspielmusik. Ritter ist auch als Glockensachverständiger bei der Evangelischen Kirche von Kurhessen tätig und wirkt beratend bei Renovierungen und Neueinrichtungen von Glockenspielen mit – z.B. Berlin Parochialkirche. Außer in Kassel und Aschaffenburg ist er europaweit bei zahlreichen Glockenspielfestivals und Konzerten zu hören.

Wim Ruitenbeek am Carillon

Sonntag 12:30, 16:30 und 18 Uhr

Wim Ruitenbeek (geb. 1978) hat das Carillon – Spiel von Freek Bakker, Stadtcarillonneur in Nijkerk, gelernt. Er studierte an der Niederländischen Carillon Schule mit Arie Abbenes und Bernard Winsemius. Im Jahr 2005 erhielt er seinen Master-Abschluss. Außerdem studierte er Schulmusik und genoss Orgelunterricht bei Nico Poorter und Wout van Andel. Wim Ruitenbeek arbeitete an einer Schule als Musiklehrer und er war Chorleiter.

Mittlerweile ist er hauptsächlich als Carilloneur des einzigen gläsernen Glockenspiels der Welt – im Singenden Turm in Leidsche Rijn (Utrecht) – und als Stadtcarillonneur in Harderwijk, Nijkerk, Tiel und Velsen tätig.

Toru Takao am Carillon

Samstag 12:30, 17:30 und 20:30 Uhr

Toru Takao wurde 1977 in Himeji, Japan, geboren. Er studierte Deutsche Literatur an der Universität Kwansei-Gakuin in Nishinomiya. Sein Studium schloss er im Jahr 2000 mit einem Diplom ab. Anschließend verbrachte er ein Jahr in Los Angeles und ein weiteres Jahr in Deutschland als Volontär. Hier hörte er zum ersten Mal ein Carillon und war so angetan von dem was er hörte, dass er ab 2002 Unterricht am Amersfoort Carillon Institut in den Niederlanden u.a. bei Mathieu Polak nahm. Im Jahr 2008 erhielt er ein Diplom am Konservatorium Utrecht (NL). Im selben Jahr gewann Toru Takao den 2. Preis bei einem der anspruchsvollsten Wettbewerbe, dem „Königin-Fabiola-Wettbewerb“ in Mechelen (BE). Zurzeit lebt er in Wuppertal und gibt regelmäßig Carillonkonzerte in Emmerich am Rhein, sowie in anderen Städten Deutschlands und Europas.