Führung zum Carillon

Teilnehmerkarten werden für 2,- Euro am Infostand am Haupteingang verkauft. Die Führungen starten am Eingang Ostturm (Aufzug), die Teilnahme ist nur mit Karte möglich. Aus sicherheitstechnischen Gründen können pro Führung max. zehn Personen teilnehmen.

Das Carillon besteht aus 48 Glocken, die im Jahr 1969 von der Fa. Eijsbouts in den Niederlanden gegossen wurden. Das Instrument befindet sich im Ostturm des Schlosses Johannisburg in 62 Meter Höhe. Es besitzt 4 chromatische Oktaven, ohne das tiefe Cis. Das Aschaffenburger Carillon gilt als „leicht“, die größte seiner Glocken, die Bourdonglocke, wiegt 271 kg, die kleinste 10 kg. Das Gesamtgewicht des Instrumentes beträgt 2,175 Tonnen. Der Spieltisch befindet sich in der Turmhaube des Ostturms, darüber hängen in der Laterne sichtbar die Glocken. Der Carilloneur an der Hebelklaviatur drückt mit geschlossenen Händen die Stocktasten und mit seinen Füßen die Pedale. Er kann mehrere Tasten mit einer Hand greifen. Da ein Carillon keinerlei Dämpfer hat, klingen die Glocken, je nach Größe und Stärke des Anschlages, lang oder kurz nach. Diese Eigenschaft des Instrumentes ermöglicht viele lediglich auf Carillons erzeugbare Effekte. Darin besteht der Reiz dieses Instrumentes, der ein unverwechselbares Klangbild entstehen lässt. 36 Glocken sind auch automatisch mittels einer Computersteuerung spielbar. Das automatische Spiel wird durch die Schlossuhr ausgelöst

und ist täglich um 9.05 Uhr, 12.05 Uhr und 17.05 Uhr zu hören. Im Mai, Juni, Juli und September finden jeweils am ersten Sonntag des Monats um 16.00 Uhr einstündige Konzerte statt, zu denen Carillonneure aus dem In- und Ausland eingeladen werden. Der Schlosshof ist zu diesen Konzerten geöffnet. Wenn Wilhelm Ritter spielt, bietet er ab 15.00 Uhr zusätzlich kostenlose Führungen zum Carillon an. Das letzte Carillonkonzert des Jahres wird am 5. August im Schlosshof zu hören sein.