Carillonkonzert von David van Amstel

Sonntag, 4. Juli, 16:00 Uhr | Schloss Johannisburg

Eine Reise kreuz und quer durch Europa mit den Glocken des Aschaffenburger Schlosses

Der Carilloneur David van Amstel nimmt sein Publikum mit auf Wanderschaft durch viele Länder mit Musik aus allen Himmelsrichtungen Europas.

Zugegeben: Europa wird manchmal mit solchen Dingen wie Brüsseler Bürokratie, Regulierungsdrang und politischer Ohnmacht in Verbindung gebracht. Aber glücklicherweise gibt es vieles, was uns in Europa verbindet: Musik ist ein großartiges Beispiel dafür.

Musik aus Österreich oder Tschechien klingt zwar anders als Musik aus südlicheren Ländern wie Spanien oder Italien. Die Ähnlichkeit besteht jedoch darin, dass die für dieses Konzert ausgewählte Musik sehr zugänglich ist, unabhängig davon, aus welchem Teil Europas die Musik stammt. Das macht diese Musik so passend für ein Carillon-Konzert. Schließlich ist es Musik für alle Menschen: für den zufälligen Passanten ebenso wie für den aufmerksamen Zuhörer.

Das Klangspektrum eines Carillons lädt zu Finesse und Interpretationsfreiheit ein und macht es möglich, unbekannte Aspekte von Melodien zu entdecken. Diese werden betont und gewichtet und werfen ein neues Licht auf bereits bekannte Melodien. Neue Dissonanzen entstehen und neue Lösungen werden gefunden. Kurzum: sehr europäisch.

David van Amstel : (Amsterdam, 1970) hat 2015 seine Ausbildung zum Carilloneur bei Boudewijn Zwart am Carillon Instituut Nederland in Dordrecht (NL) angefangen. Seit 2019 studiert er an der Königlichen Carillonschule in Mechelen (BE) bei Koen van Assche. In Deutschland bespielt David monatlich die Carillons der Alten Nikolaikirche in Frankfurt und der Marktkirche in Wiesbaden. Hauptberuflich arbeitet er beim Kinder-Palliativteam Südhessen.

Programm:

  1. Deutschland:*
  •  J.S. Bach (1685-1750): Preludium BWV 999 (ursprünglich für Laute), Bearbeitung: B. Zwart
  • J.S. Bach: Andante aus Sonate Nr. 2 für Violine BWV 1003, Bearbeitung: D. van Amstel
  1. Niederlande:
  • W. de Fesch (1687-1761): Gavotte et Double, Bearbeitung: B. Zwart
  1. Belgien:
  • J. Denyn (1862-1941): Preludium in g-Moll
  1. Frankreich:
  • L. Delibes (1836-1891): Pizzicato aus Ballet Sylvia, Bearbeitung: L. ´t Hart
  1. England:
  • E. Elgar (1857-1934): „Nimrod“ aus den Enigma-Variationen, Bearbeitung: J. Coenen
  1. Italien:
  • G. Pucinni (1858-1924): „Quando m´en vo“ aus La Bohème, Bearbeitung: S. Slade Warner
  1. Tschechien:
  •  A. Dvorak (1841-1904): Slawischer Tanz Nr. 2 Opus 72, Bearbeitung: J. Lehrer
  1. Österreich:
  • W.A. Mozart (1756-1791): „Reich mir die Hand, mein Leben“ aus Don Giovanni, Bearbeitung: D. van Amstel
  1. Spanien:
  •  F. Tarrega (1845-1909): Recuerdos de la Alhambra, Bearbeitung: R. Kroezen
  1. Zurück in Deutschland:
  •  F. Mendelssohn (1809-1847): Lied ohne Worte Opus 38 Nr. 2, Bearbeitung: B. Winsemius

 

*Die Programmnummern werden mit der entsprechenden Anzahl an Glockenschlägen angekündigt.