Konzert

Carillonkonzert von Marie-Madeleine Crickboom

Sonntag, 12. September, 16:00 Uhr | Schloss Johannisburg | Eintritt frei

Carillonkonzert von David van Amstel

Sonntag, 4. Juli, 16:00 Uhr | Schloss Johannisburg

Eine Reise kreuz und quer durch Europa mit den Glocken des Aschaffenburger Schlosses

Der Carilloneur David van Amstel nimmt sein Publikum mit auf Wanderschaft durch viele Länder mit Musik aus allen Himmelsrichtungen Europas.

Zugegeben: Europa wird manchmal mit solchen Dingen wie Brüsseler Bürokratie, Regulierungsdrang und politischer Ohnmacht in Verbindung gebracht. Aber glücklicherweise gibt es vieles, was uns in Europa verbindet: Musik ist ein großartiges Beispiel dafür.

Musik aus Österreich oder Tschechien klingt zwar anders als Musik aus südlicheren Ländern wie Spanien oder Italien. Die Ähnlichkeit besteht jedoch darin, dass die für dieses Konzert ausgewählte Musik sehr zugänglich ist, unabhängig davon, aus welchem Teil Europas die Musik stammt. Das macht diese Musik so passend für ein Carillon-Konzert. Schließlich ist es Musik für alle Menschen: für den zufälligen Passanten ebenso wie für den aufmerksamen Zuhörer.

Das Klangspektrum eines Carillons lädt zu Finesse und Interpretationsfreiheit ein und macht es möglich, unbekannte Aspekte von Melodien zu entdecken. Diese werden betont und gewichtet und werfen ein neues Licht auf bereits bekannte Melodien. Neue Dissonanzen entstehen und neue Lösungen werden gefunden. Kurzum: sehr europäisch.

David van Amstel : (Amsterdam, 1970) hat 2015 seine Ausbildung zum Carilloneur bei Boudewijn Zwart am Carillon Instituut Nederland in Dordrecht (NL) angefangen. Seit 2019 studiert er an der Königlichen Carillonschule in Mechelen (BE) bei Koen van Assche. In Deutschland bespielt David monatlich die Carillons der Alten Nikolaikirche in Frankfurt und der Marktkirche in Wiesbaden. Hauptberuflich arbeitet er beim Kinder-Palliativteam Südhessen.

Programm:

  1. Deutschland:*
  •  J.S. Bach (1685-1750): Preludium BWV 999 (ursprünglich für Laute), Bearbeitung: B. Zwart
  • J.S. Bach: Andante aus Sonate Nr. 2 für Violine BWV 1003, Bearbeitung: D. van Amstel
  1. Niederlande:
  • W. de Fesch (1687-1761): Gavotte et Double, Bearbeitung: B. Zwart
  1. Belgien:
  • J. Denyn (1862-1941): Preludium in g-Moll
  1. Frankreich:
  • L. Delibes (1836-1891): Pizzicato aus Ballet Sylvia, Bearbeitung: L. ´t Hart
  1. England:
  • E. Elgar (1857-1934): „Nimrod“ aus den Enigma-Variationen, Bearbeitung: J. Coenen
  1. Italien:
  • G. Pucinni (1858-1924): „Quando m´en vo“ aus La Bohème, Bearbeitung: S. Slade Warner
  1. Tschechien:
  •  A. Dvorak (1841-1904): Slawischer Tanz Nr. 2 Opus 72, Bearbeitung: J. Lehrer
  1. Österreich:
  • W.A. Mozart (1756-1791): „Reich mir die Hand, mein Leben“ aus Don Giovanni, Bearbeitung: D. van Amstel
  1. Spanien:
  •  F. Tarrega (1845-1909): Recuerdos de la Alhambra, Bearbeitung: R. Kroezen
  1. Zurück in Deutschland:
  •  F. Mendelssohn (1809-1847): Lied ohne Worte Opus 38 Nr. 2, Bearbeitung: B. Winsemius

 

*Die Programmnummern werden mit der entsprechenden Anzahl an Glockenschlägen angekündigt.

Carillonkonzert von Katarzyna Takao-Piastowska & Toru Takao

Sonntag, 6. Juni, 16:00 Uhr | Schloss Johannisburg

Katarzyna Takao-Piastowska studierte Musiktheorie und Komposition und erhielt 2005 das Master-Diplom von der Musikhochschule Danzig. Nach ihrem Studium bekam sie das Huygens-Stipendium und nahm an einem Projekt für Carillon-Performance und Campanologie an der niederländischen Carillon-Schule in Amersfoort, Niederlande, teil. Von 2006 bis 2008 studierte sie Carillon bei Geert D’hollander an der Rooseveld Academy in Middelburg, Niederlande. 2015 absolvierte sie die Royal Carillon Schule in Mechelen, Belgien. 2008 und 2015 gewann sie den ersten Preis beim Carillon-Performance-Wettbewerb in Middelburg und Goes. 2013 gewann sie zusammen mit ihrem Ehemann, Toru Takao, den 2. Preis beim Duo-Carillon-Performance-Wettbewerb in Zwolle, Niederlande. Regelmäßig geben sie Carillonkonzerte in Emmerich am Rhein sowie in anderen Städten Deutschlands und Europas. Ihr Ziel ist es, die Carillon-Kultur in Deutschland, Japan (2019 Gründung der „Association of Carillon Art in Japan“) und Polen zu fördern.

Toru Takao (*1977) wurde in Himeji, Japan, geboren. Ab 2002 nahm er Carillonunterricht am Amersfoort Carillon Institut in den Niederlanden. (u.a. bei Mathieu Polak, Arie Abbenes, Bernard Winsemius und Frans Haagen). Im Jahr 2008 erhielt Toru Takao seinen Master-Abschluss am Utrechter Konservatorium. Im selben Jahr gewann Toru Takao den 2.Preis bei einem der anspruchsvollesten Wettbewerbe, dem „Königin-Fabiola-Wettbewerb“ in Mechelen (Belgien). 2010 gewann er den 3. Preis beim “Alexius Julian-Wettbewerb” für Alte Musik in Lier (Belgien) und 2018 den 1. Preis bei „Carillon Contest NKV100“. Aktuell arbeitete er zusammen mit der Emmericher Glockenspielvereinigung und der Firma Royal Eijsbouts an der Erweiterung des Carillons in Emmerich und an der Erneuerung der automatischen Anlage.

Programm:

„Deutschland Japan 160“
1.      An die Freunde Ludwig van Beethoven (1770-1827)
2.      Carillonore für Carillon Franz-Michael Deimling
3.      Werke von Rentaro Taki (1879-1903)

–         Kojo no Tsuki (Der Mond über der Burgruine)

–         Hana (Blumen)

4.      Pearl Tears für carillon Naoto Omasa
5.      Sakura (Kirschblüten) Traditional
Duet-Carillon
6.      Ma mere l’oye

–         Pavane

–        Die grüne Schlange

–        Der märchenhafte Garten

Maurice Ravel (1875-1937)
7.      Aus « Karneval der Tiere »

–        Introduktion und königlicher Marsch des Löwen (1)

–        Fossilien (12)

–        Der Schwan (13)

–        Das Finale (14)

Camille Saint- Saëns (1835-1921)
8.      Rai-Jin (Donner-Gott) Toru Takao (1977*)